Drohnenversicherung Pflicht?

Ist eine Drohnenversicherung Pflicht?

Jeden Tag fragen uns Drohnen-Piloten in Deutschland, ob sie ihre Drohne, ihren Quadrocopter oder Multicopter versichern müssen. Die Antwort lautet eindeutig: Ja!

Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung (kurz: Drohnenversicherung) schützt dabei nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, die eigene Drohne. Die Drohnen-Haftpflichtversicherung kommt vielmehr dann zum Tragen, wenn der Copter durch einen Defekt, äußere Einflüsse oder einen Steuerungsfehler für Sach- oder Personenschäden sorgt. In diesem Fall haftet der Halter der Drohne ohne entsprechende Versicherung nämlich mit seinem Privatvermögen.

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Sehen Sie hier die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung greift immer dann, wenn durch die Drohne ein Sach- oder Personenschaden verursacht wird. Unsere Policen schützen Sie mit einer Deckungssumme von mindestens 1 Mio. Euro.

Wichtig: Es bestehen Unterschiede zwischen Drohnenversicherungen für den gewerblichen und den privaten Gebrauch.

Als Verband für Modellflieger aller Art bieten wir unseren Mitgliedern/Versicherten viele Services, die Versicherungen nicht bieten können. Das beginnt schon dabei, dass wir selbst Modellflieger- und Copter-Begeisterte sind und deshalb natürlich einen ganz anderen Blickwinkel auf Ihre Fragen, Anregungen und Sorgen haben.  

Dazu bieten wir Ihnen:

  • sechsmal im Jahr unser Mitgliederheft “Modellflieger” mit allen aktuellen Infos
  • die Kennzeichnung Ihrer Drohne
  • Kenntnisnachweise für Flugmodelle und Multicopter
  • Informationen zur Beantragung von Aufstiegserlaubnissen/Fluggenehmigungen
  • Interessante Rabatte in unserem Copter-Shop
  • Rechtsberatung
  • Rechtsschutz (nur private Nutzung)

Ja. Denn jede Drohne kann zumindest rein theoretisch großen Schaden verursachen. Deshalb ist eine Drohnenversicherung nach § 43 Luftverkehrsgesetz (LuftVG) Pflicht.

Ja, denn von der Art der Nutzung hängt ab, welche Art von Versicherung abgeschlossen werden muss. 

Bei ausschließlich privater Nutzung bietet eine Mitgliedschaft im Deutschen Modellflieger Verband (DMFV) umfassenden Schutz. Bereits jetzt vertrauen über 90.000 Menschen auf uns, den europaweit größten Fachverband.

Bei gewerblicher Nutzung, zum Beispiel bei Gewerbetreibenden der Film- und Fotobranche sowie bei Drohnennutzung für Schulen, Forschung, Land- und Forstwirtschaft, benötigen Sie eine UAS-Haftpflichtversicherung.

Auf dieser Webseite können Sie günstigen, zuverlässigen und umfassenden Versicherungsschutz, sowohl für die private als auch für die gewerbliche Drohnennutzung abschließen.

Wenn Sie Ihre Drohne ausschließlich privat nutzen, empfehlen wir Ihnen unsere DMFV-Mitgliedschaft, die sie günstig und umfassend absichert.

Wenn Sie Ihre Drohne gewerblich nutzen, empfehlen wir Ihnen den zuverlässigen und günstigen Versicherungsschutz über die DMFV Service GmbH.

Ja. Es gibt zwar Privat-Haftpflichtversicherungen, die auch Drohnennutzung mitversichern. In den meisten Fällen werden hierin aber weder alle Risiken, noch alle Drohnentypen versichert. Eine spezialisierte Drohnen-Haftpflichtversicherung deckt die Risiken vollumfänglich im gesetzlich vorgeschriebenen Umfang.

Das kommt auf die Art der Nutzung an. Während die DMFV-Mitgliedschaft die private Drohnennutzung des Mitglieds abdeckt (personenbezogener Versicherungsschutz), sind bei der gewerblichen Nutzung einer Drohne alle Piloten abgesichert, die die Drohne im Rahmen der gewerblichen Nutzung fliegen dürfen (drohnenbezogener Versicherungsschutz).

Nein. Eine Drohnen-Vollkaskoversicherung, die auch die Drohne selbst mit versichert, bieten wir auch nicht an.

Jede Drohne, die schwerer als 250 Gramm ist, muss mit dem Namen und der Adresse des Drohnenhalters versehen werden. Entsprechende Labels finden Sie in unserem Shop. Diese müssen gut sichtbar, feuerfest und beständig sein.

Nein, das ist nicht nötig. Beachten Sie aber bitte die Informationen zum Kennzeichnen von Drohnen über 250 Gramm im letzten Abschnitt.

Wenn Ihre Drohne mehr als 2 kg wiegt, ist ein Kenntnisnachweis (oft etwas irreführend als “Drohnen-Führerschein” bezeichnet) Pflicht.

Beachten Sie bitte die Unterschiede in Bezug auf die Art der Nutzung (private Nutzung/gewerbliche Nutzung).

Piloten von privat genutzten Coptern müssen in folgenden Fällen einen Kenntnisnachweis eines Modellflugsportverbandes verbindlich vorweisen können:

  1. Bei Coptern mit einem Abfluggewicht von über 2 kg.
  2. Als Grundvoraussetzung für die Ausnahmegenehmigung, Copter höher als 100 Meter über Grund betreiben zu dürfen. Diese spezielle Aufstiegserlaubnis muss bei Ihrer Landesluftfahrtbehörde beantragt werden

Der DMFV ist gesetzlich ermächtigt, den Kenntnisnachweis auszustellen. Hier geht es direkt zum Erwerb des Kenntnisnachweises.

 

Piloten von gewerblich genutzten Coptern über 2 kg müssen den Kenntnisnachweis einer vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle verfügen. Die Bescheinigung wird nach Bestehen einer Prüfung ausgestellt und gilt für fünf Jahre.

Ein Liste der bisher anerkannten Stellen finden Sie hier.

Bei ausschließlich privater Drohnennutzung können Sie hier einen Kenntnisnachweis erlangen.

Bei gewerblicher Drohnennutzung müssen Sie Ihren Kenntnisnachweis bei einer der staatlich anerkannten Stellen absolvieren. Eine Auflistung dieser Stellen finden Sie hier.

Wenden Sie sich bitte an die Landesluftfahrtbehörden Ihres Bundeslandes, wenn…

a) … ihre Drohne mehr als 5 kg wiegt

b) … Sie nachts (zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang) fliegen möchten

c) … Sie über Bundesstraßen, Bahnanlagen oder Bundeswasserstraßen fliegen wollen

d) … Sie Ihre Drohne in Naturschutzgebieten betreiben wollen

e) … Sie Personengruppen überfliegen wollen

f) … Sie Ihre Drohne innerhalb von Wohngebieten oder Städten einsetzen wollen

g) … Sie im Ausnahmefall höher als 100 m über Grund fliegen möchten

Hier finden Sie weitere Informationen zum Erlangen einer Aufstiegsgenehmigung für…

Hier finden Sie weitere Informationen zu Ihrer privaten oder gewerblichen Landesluftfahrtbehörde.

Nein. Es sei denn (siehe letzter Abschnitt) es liegt eine entsprechende behördliche Genehmigung vor.

Als Faustregel gilt, dass man der Umzäunung eines Flughafens nicht näher als 1,5 Kilometer kommen darf. Wir empfehlen Ihnen dringend, diese Regel exakt einzuhalten und zu beachten, dass es auch im weiteren Umkreis von Flughäfen Verbote geben kann.

Als Menschenansammlung gelten Gruppen von mehr als zwölf Personen.

Für Drohnen unter 2 kg gelten keine Einschränkungen. Für Drohnen mit mehr als 2 kg Gewicht ist ein Kenntnisnachweis für die private Nutzung (zu erlangen beim DMFV) oder ein Kenntnisnachweis für die gewerbliche Nutzung (zu erlangen bei einer dieser Stellen) Pflicht. Um diese zu erhalten, muss man im privaten Bereich mindestens 14 und im gewerblichen Bereich mindestens 16 Jahre alt sein.

Grundsätzlich gilt eine Maximalhöhe von 100 Metern – bei Sichtkontakt zur Drohne. Lässt die Witterung (Nebel, Bewölkung) keine Sicht bis zu dieser Höhe zu, darf der Pilot nur so hoch fliegen, dass die Drohne ohne Hilfsmittel erkennbar ist.